Digitale Fotografie


Vorwort

Im September 2000 legte ich mir eine Digitalkamera zu, die Kodak DC 280. Die technischen Daten: 3 Megapixel, Auflösung in 2 Stufen wählbar (1760x1168 und 880x584), Bildqualität in 3 Stufen wählbar, Zoom (2x), Steckplatz für eine CompactFlash-Speicherkarte, Anschlüsse für seriell, USB und direkten Video-Ausgang, 4 Batterien/Akkus Größe AA.

Da ich bisher nie eine Kamera besessen habe, war es eine völlig neue Erfahrung für mich. Nachfolgend einige Stichpunkte zur Technik und den Möglichkeiten der Kamera sowie zum Umgang mit den gewonnenen Bildern.

Technische Details

CompactFlash oder SmartMedia?

Die Alternativen waren Memory Sticks, CompactFlash und SmartMedia. Memory Sticks schienen mir zu proprietär und teuer zu sein. SmartMedia ist zwar verbreitet, soll aber nicht so robust sein wie CompactFlash. CompactFlash benötigt etwas mehr Platz, da die Karte dicker ist, doch war meine Entscheidung für CompactFlash richtig. Ich würde heute wieder CompactFlash wählen.

Speichern der Bilder

Die Bilder müssen aus der Kamera geholt werden und landen dabei zwangsläufig zunächst auf der Festplatte. Ein Backup ist zwingend erforderlich. Wer durch einen Plattencrash seine ganzen Fotos verliert, verdient es nicht besser. Für die Organisation der Bilder gibt es eine Menge Software; die einzige, die ich bisher genutzt habe, ist igal zum Publizieren von Bildergalerien im Web. Ursprünglich speicherte ich alle Bilder in einem einzelnen Verzeichnis und gab jedem Bild ein aussagekräftiges Namens-Prefix (z.B. hjb-geburtstag-20010904). Jetzt lege ich jede Sammlung von zusammengehörenden Bildern in einem Verzeichnis ab, dessen Name mit dem Datum beginnt. So habe ich eine chronologische Sammlung, in der die Bilder leicht wiederzufinden sind.

Gegenlicht

[Gegenlicht]
Gegenlicht-Aufnahme des Faro de Maspalomas
[Nachtaufnahme]
Nachtaufnahme vom Rhein bei Köln-Deutz

Gegenlicht-Aufnahmen können besonders stimmungsvoll sein. Das Beispiel hier ist einer meiner am besten gelungenen Versuche. Besondere Tricks waren dabei nicht im Spiel. Man sollte natürlich nie die Kamera direkt in die Sonne richten, außer bei Sonnenauf- und Untergang, weil das möglicherweise die CCD-Zellen schädigt.

Nachtaufnahmen

Nachtaufnahmen sind möglich, allerdings ist wegen der langen Belichtungszeit auf jeden Fall ein Stativ oder zumindest eine feste Unterlage nötig. Bei einem Neukauf würde ich auf jeden Fall auf gute Einstellmöglichkeiten der Belichtung achten. Wenn das Motiv weiter als 5 m entfernt ist, sollte man den Blitz abschalten, aber das gilt natürlich auch tagsüber.

Nahaufnahmen

[Nahaufnahme1]
Nahaufnahme eines Honigglases
[Nahaufnahme2]
Nahaufnahme einer Blüte

Hier zwei Beispiele von Nahaufnahmen. Meine Kamera verfügt über eine spezielle Brennweiteneinstellung für Nahaufnahmen, andere haben wahrscheinlich etwas Vergleichbares. Um das einzigartige Leuchten des Honigs im Glas (links) halbwegs naturgetreu abzubilden, erhöhte ich bei diesem Bild die Belichtungsdauer. Zudem war auch der Blitz notwendig, da die Aufnahme an einem nicht allzu hellen Tag im Zimmer gemacht wurde.

Fokus

[Unscharfer Vordergrund]
Unscharfer Vordergrund

Der Autofokus ist eine praktische Sache, da man damit fast immer scharfe Bilder erhält. Will man besondere Effekte mit Unschärfe erzielen, muß man ihn überlisten. Das geht ganz einfach, man muß nur auf ein Ziel fokussieren, das in der richtigen Entfernung liegt, dann die Kamera auf das eigentliche Ziel richten und abdrücken. Das Bild links ist allerdings anders entstanden, eigentlich rein zufällig. Der Fokus war auf »weit entfernt« eingestellt, daher sind die Objekte im Hintergrund alle sehr scharf abgebildet. Die Pflanze im Vordergrund ist dagegen unscharf. Durch die kurze Belichtungdauer ist das Bild deutlich dunkler als die Realität, und das Resultat ist durchaus interessant.

Tips

Wunschliste für die nächste Kamera

Ich weiß nicht, ob es diese ideale Kamera schon gibt, aber mal sehen...


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Erstellt von hjb
Letzte Änderung 2004-04-12